Nationalpark Warthemündung

Der Park ist insbesondere seines Vogelbestandes wegen bedeutsam und genießt den Schutz des Ramsar-Abkommens für Wasser- und Watvögel. Von den 260 beobachteten Vogelarten brüten 170 in dem Gebiet.

Der Park umfasst ein Überschwemmungsgebiet in der Nähe der Warthemündung und am unteren Lauf des südlich der Warthe liegenden Flusses Postomia mit moorigen Wiesen, Weidengebüsche, Seggen- und Rohrglanzgrasbewuchs. 400 Pflanzenarten wurden gezählt, von denen einige wie auch die Vögel von der Dynamik des Wasserstandes abhängig sind.

Zwergmöwen, Brandgänse, Austernfischer, Kraniche und Reiherarten sowie diverse Gänse- und Entenartenund die vom Aussterben bedrohten Seggenrohrsänger, Wachtelkönig und Trauerseeschwalbe leben hier.

Ich hatte bisher nur einmal einen Schwarzstorch im Hohen Fläming gesehen, hier sah ich eine Gruppe von sechs. Natürlich gibt es Greifvögel, auch den Seeadler, und nicht zu übersehen Biber und Wildschwein; Otter, Hermelin und Marder sind heimlicher, die eingeschleppten und schädigenden Mink und Waschbär breiten sich leider aus.

Im regelmäßig überfluteten Deichvorland dominieren Röhricht und Seggenrieder. Auf den oft überfluteten Flächen, die mit fruchtbarem Schlamm versorgt werden, erstreckt sich landwirtschaftlich wertvolles Grünland.