komoot

Komoot wird im Kleinen Walsertal etwas genannt, das praktisch, hilfreich und einfach ist (Hochdeutsch kommod = bequem). Und das ist der Name einer all-in-one-App: einer Navigations-App, eines Routenplaners und Tourenverzeichnis sowie eines sozialen Netzwerks für Touren, Wanderungen und weiteren Tipps.

Komoot öffnet sich, sobald man einen Link angeklickt hat, und man wird aufgefordert sich zu registrieren. Das ist aber nicht notwendig, man muss nur abwärts scrollen und erhält dann bereits die angeklickte Karte, die man dann auch zoomen kann oder die Liste meiner Touren.

Falls man sich anmelden möchte, dies ist kostenfrei (sofern man keine Karten für den offline-Betrieb herunterlädt), sind lediglich die eigene eMail-Anschrift sowie ein selbstgewähltes Passwort anzugeben.

Manchmal leider auch in Kyrillisch und lückenhaft: Komoot gibt wie auch Pocket Earth Namen ehemals deutscher Orte in Polnisch resp. Russisch an. Im Russischen kann man sich dann mit den kyrillischen Buchstaben quälen, was eine Suche auf dem Smartphone unmöglich macht.

Im Blick auf Landkarten und Bücher wäre eine zweisprachige Angabe mit den ehemals deutschen Namen wesentlich praktischer, so wie es ja auch OpenStreetMap, auf die Komoot mit seinen Karten zurückgreift, und maps.me tun.

OpenStreetMap hat die  umfänglichste und genaueste Darstellung. Komoot gibt im östlichen Europa bei weitem nicht alle Orte an. Da aber OpenStreetMap kein Navi ist, verwende ich im Gelände komoot, während ich für die  Planung am Rechner OpenStreetMap benutze.

Komoot ist freundlich, übertreibt aber auch ein wenig, wenn ich z.B. nach einem Sonntagsnachmittag-Ausflug heimkomme, erhalte ich die Mitteilung, welch irre Leistung ich vollbracht hätte, wobei Komoot gar nicht weiß, ob ich 20 oder 80 bin. Und so ist es auch bei der Angabe des Schwierigkeitsgrades einer Tour.

Am Beispiel einer Herrenpartie (s. Sidebar rechts) erläutere ich deshalb ein wenig die Legende der Karten, weil bei der schwarzen Anzeige „schwer“ und der Warnung, dass man eventuell schieben müsse, einige meiner Freunde schon verschreckt wurden.

Die Tour ist 37,6 km lang und überwindet 110 m Höhe. Als Fahrzeit werden 2:14 h angegeben, also 17 km/h kalkuliert. Das kann man radeln, aber das muss man nicht.

Lediglich 1,05 km sind Weg und alles andere ist zweiradtauglich und dennoch werden 2,97 km unbekannten Straßenbelages ausgewiesen, das gilt dann immer als schwer. Dabei ist die Erklärung recht schlicht:

Wenn man mit dem Cursor auf dem Höhenprofil unterhalb der Karte langstreicht, werden neben dem Cursor jeweiliger Anstieg, Wegtyp und -beschaffenheit angezeigt.

Über die Beschaffenheit „Unbekannt“ hat Komoot keine Informationen, es ist das Stück durch das Naturschutzgebiet Liebenberger Bruch, zeitweilig mit 4% Anstieg. Und wenn man da wirklich nicht radeln kann, obgleich es nur max. 1,05 km Weg sein können und der Rest als befahrbar ausgewiesen ist, dann schiebt man halt – im Naturschutzgebiet vielleicht sowieso viel schöner.

Ein Beispiel:

Anstehende Veranstaltungen

Wer über geplante Touren informiert werden möchte, melde sich bitte bei info(at)unerwartet.org an. Die Anschriften werden nicht weitergereicht und es erfolgen ausschließlich Informationen über geplante Fahrradtouren.