Durch den Grunewald

Diese Seite soll im Juni erstellt werden.

Der Grunewald ist mit seinen rund 3000 ha Waldfläche bei weitem nicht der größte Wald Berlins, aber er ist der bekannteste. Dazu hat der Gassenhauer „Im Grunewald, im Grunewald ist Holzauktion“ (Rheinländer, Text von Otto Teich, vertont von Franz Meißner) sicherlich beigetragen. Die Holzauktion hatte aber einen kapitalträchtigen Hintergrund.

Für den Grunewald schlage ich zwei Touren mit jeweils einer Länge von 17 km vor:
Nördlicher Grunewald vom S-Bhf. Grunewald zum Ökowerk und
Südlicher Grunewald vom S-Bhf. Wannsee zum Ökowerk, beide sind auf Komoot verlinkt.

Die beiden Touren sind auch kombinierbar, indem die Tour durch den südlichen Grunewald
5 km vor dem Ende abgebrochen wird und man über die Königsallee und Fontanestraße zum Startpunkt der nördlichen Tour radelt, das sind dann 32 km.

Die dritte Grunewaldtour „6 x Geschichte in Ruhleben und im Grunewald“ wird hier nicht kombiniert, weil diese Tour vornehmlich historisch ausgerichtet ist

Lesetipp, besser Bildertipp:

Uwe Gerber hat bei seinem „Lauftreff Grunewald“ ab 2005 Lauftreff-Fotografien in Beziehung zu historischen Postkarten und Landkarten sowie später auch zu historischen Wanderführen gesetzt.

So beschreibt er die größte im Internet publizierte Fotosammlung des Grunewalds, ein Understatement. Gerber hat nicht nur gesammelt und publiziert, er kommentiert auch und stellt strittige Fragen, zum Jaczo-Turm z.B. oder wo das Wasser vom Barssee blieb.

Nördlicher Grunewald

Startpunkt ist der S-Bhf. Grunewald, an dessem südöstlichen Ausgang gelangt man zur Gedenkstätte

Gleis 17
Gleis 17 ist eine Gedenkstätte Gleis 17. Von diesem Gleis des Bahnhofs Grunewald wurden in der Zeit von Okt. 1941 bis Januar 1945 über 50.000 Jüdinnen und Juden nach Lodz, Riga und Warschau und ab 1942 nach Auschwitz deportiert und dort in den allermeisten Fällen ermordet.

Sandgrube im Jagen 86

66-83 Kiesgrube, 3,5 Mio m3, 15-25 m tief, Sukzession, 13 ha NSG

Wald

Tote Eiche liegend seit Jahrzehnten, Vielfalt der Moose und Insekten
Eichen bis zu 1000 in der Krone, Nahrungshabitat für 100 Schmetterlingsarten
Tote Eiche stehend Jagen 58, 88 …

Mitteleurop. Wald bis zu 80 Baum-, 120 Strauch-, 1000 Krautarten, hunderte Moose, Flechten und Pilze sowie 140 Wirbeltierarten, 6500 Insekten und Kleinstlebewesen.

Douglasie, Fichte, Helmlocktanne, aber auch Spätblühende Traubenkirsche

Wildschwein Maisanbau, Essens- und Gartenabfälle, Kirren. Je besser ernährt, desto schneller geschlechtsreif, jetzt nach 3 Monaten. Klimawandel und das Sauen rund um das Jahr Populationswachstum. 2015/16 1512, 2016/17 1863 also 23% mehr Abschüsse. City-Wildschweine wohl 1/3 = 4.000.

Schweinepest eher von Menschen Essensabfälle etc. und dann an Schweine, z.B. die Wurst aus der Ukraine ins Baltikum. Schweinepest kommt über Schweine nur wenige Kilometer pro Jahr

Stärkehülsen zur Aufforstung, Terminalknospen Rehe Selektivfresser des Leckeren

Dühne

1995-97 aufgeschüttet auf 26 Munitionsbunker, 3 Reihen 19-25 Meter lang, 8 Meter breit und 5,5 Meter hoch. Abriss der Bunker hätte ca. 15 Mio. € gekostet. So unbelastetem Boden eine Düne zu bilden. 95-97 19.000 LKW-Ladungen mit 330.000 m³ Boden. Aushub Potsdamer Platz.
Standfestigkeit der Düne: ein Lehmkern gebildet, der mit einer 2 m Sandschicht abgedeckt und so eine Höhe von 12 m. Ein Bunker z.T. gefüllt und dient heute über einen Lüftungsschacht den Fledermäusen als Quartier.

Größte Kiefer kurz vor Barssee (Insel 6)
Nadeloberfläche/Baum > Lauboberfläche/Baum
Negative Wasserbilanz

Niederschläge bleiben an Blättern, Nadeln, Ästen etc. hängen und verdunsten, Nadelbäume ganzjährig, Laubbäume während der Vegetationsperiode, Sickerwasserbildung bei Eichen 25% und Buchen 65% mehr als bei Kiefer.

Kiefer

Eiche

Sonstige Laubbäume

Sonstiges Nadelholz

Buche

61%

19%

14%

3%

3%

Kiefer: Lichtbaumart, Pionier, Pfahlwurzel, nährstoffarme Extremstandorte
Hängebirke ebenso, max. 1 m dick, 25 m hoch und 150 J. alt, Schutz der Rinde vor UV Reflektion sekundärer Pflanzenstoffe, desh. weiß erscheinend,
bereits während Steinzeit Klebstoff Birkenteer aus Rinde,
Stieleiche nährstoffreich, hohe Feuchtigkeit, 1000 Jahre alt (Dicke Marie in Tegel 8-900 J., von Goethe besucht), Lichtbaumart,
Traubeneiche trocken und warm, Lichtbaumart,
Rotbuche Schattenbaumart, nährstoffreich, Laubstreu innerhalb 2 Jahren Humusbildung, 2 m Durchmesser, 45 m hoch, 300 Jahre alt, 600 m2 Beschattung (25 m Durchmesser), 100 Jahre alt 4600 kg O2, Bedarf von 13 Menschen

Naturnahe Waldwirtschaft (Berlin FSC und Naturland zertifiziert):

  1. Standortgerechte, naturraumtypische heimische Arten
  2. Struktur- und artenreicher Mischwald
  3. Natürliche Verjüngung
  4. Behutsame Verdrängung von Neophyten
  5. Weder Düngemittel noch Pestizide
  6. Keine festen Umtriebszeiten, stattdessen Plenterung, keine Kahlschläge
  7. Selektive Einzelstammentnahme –> Harvester
  8. Schutz von Höhlen- und Horstbäumen, Erhalt des Totholzes

Barssee

In den 50er Jahren ging ich zur Schule und mancher Wandertag endete an der Saubucht mit Pech- und Barssee, in dem damals Barsche lebten, die ihm auch seinen ursprünglichen Namen gaben. Der Barssee hat sich seither sehr verändert.

Himmelsauge

Moor mit Schwingrasen „Insel 5“, Himmelsteich Biotop aus 2. Hand, „Himmelsteich“ wegen Verdichtung des Bodens durch schweres Gerät bei Munitionsberäumung des Barssees.

Pechsee (Insel 4)

–> Ausstellung WassErleben Moore:

Baumarten (Insel 2)

Westl.: Douglasie, Fichte und Hemlocktanne. Dunkel, viel zu dicht
Östl.: Hell, zonig von Kraut bis zu Überhälter

Vor Insel

bei den Stärkehülsen zur Aufforstung
Terminalknospen Rehe Selektivfresser des Leckeren, desh. erst Schutz

Havelberge

https://unerwartet.org/glaziale-serie/

Schildhorn

https://unerwartet.org/jacza-von-koepenick/

Sage (seit Mitte 18. Jh. erst aktuell) Hintergrund letzte Kämpfe der Slawen (Jaxa v. Köpenick) gegen Askanier, etymologisch anders: wohl slaw. Gewässernamen, Name älter als die Sage, oft an anderen Orten, z.T. 30-jähr. Krieg. Genocid. Albrecht Bär Namensgeber des Wappens, Name Berl (slaw.) = Sumpf, Morast für Berlin, erste Stadtwappen keine Bären

Denkmalsentwurf von Friedrich Wilhelm IV 1845. Fontane: halb an Telegraphenpfosten, halb an Fabrikschornstein. Epoche der „Erfindung der Nation“, eine der „Dunklen Seiten der Aufklärung“

1943 im Bootshaus versteckten sich Juden und unterhielten sich unabgehört auf Ruderbooten (Inge Deutschkron)

Friedhof Grunewald-Forst

Selbstmörderfriedhof seit 1878, am Ufer Selbstmörder angespült, die auf keinen christl. Friedhof kamen, Forstverwaltung musste beerdigen, 5 Holzkreuze für 5 zarentreue Selbstmörder 1918.

Nico (Christa) Päffgen,

1938-88, Vater verschwunden, wohl erschossen wg. Zusammenarbeit mit jüd. Partisanen (in Deutschland eine Schande, eine Hass-Liebe zu einem Land des Verschweigens, Zurechtlügens und Verdrängens)

Hausbrauerei Päffgen-Kölsch unterstützte nicht akzeptierte Schwiegertochter nicht –> Lübbenau Großvater Bahnhofsvorsteher. Mutter Schneiderin nach Westberlin. Mit 13 von US-Soldat vergewaltigt. Mit 14 nicht gleichgeschaltete Wissensvermittlung, Verkäuferin, Mannequin, Fotograf, Heinz Oestergaard und Nico Papatakis, La dolce Vita Fellini,

Bob Dylan „I’ll keep it with mine“,

New Yorker Freak-Truppe um Andy Warhol, in Warhols Facotry Lou Reed und Velve Underground, Erfinderin des Gothik-Rock (All Tomorrow’s Parties), Sadomasochismus, Drogen, Transvestitismus, jedoch für Roxy Music, Black Sabbat -> David Bowie, Song für Andeas Baader gewidmet “Nibelungenland”

Mit Alain Delon Sohn Ari, Vaterschaft geleugnet Delons Familie adoptiert ihn, später leben Ari und Mutter auf Ibiza eng zusammen Heroin nutzend, dann Methadon, 88 Schlaganfall beim Radeln 40°C schwarz und dick gekleidet. 2019 Erbstreitigkeit bei Delons.

Südlicher Grunewald